4.4.1.1.3: Das CART Verfahren
Als eine andere Methode die berechneten Koeffizienten zu verwenden,
beschreiben Brodley und Utgoff das von Breiman, Friedman, Olshen und
Stone (1984 [->]) eingeführte
CART Verfahren. Dabei wird als Gütefunktion - ähnlich
wie das Entropiemaß beim ID3 Algorithmus - ein Maß
für die Vermischung
(
impurity) der Zielmengen
verwendet. Zur Bestimmung der zu verwendenden Attribute wird eine
Rückwärtselimination durchgeführt, bei der die
Koeffizienten aber nicht neu berechnet werden. Es wird lediglich jeweils
ein Attribut versuchsweise weggelassen und dann die Vermischung
berechnet. Für das Attribut, bei dem die Vermischung am meisten
steigt, wird die Schwelle, also der Wert x0 optimiert, die anderen Koeffizienten werden aber
nicht verändert. Ist der Quotient aus dem damit erziehlten
Vermischungsgrad und der größten Vermischungszunahme kleiner
als eine vorgegebene Schranke, wird das Attribut tatsächlich
weggelassen. Erst wenn dieses Verfahren beendet ist, werden für
die übriggebliebenen Attribute neue Koeffizienten berechnet. Falls
das so gewonnene zusammengesetzte Attribut besser als alle
Einzelattribute ist, wird es als Attribut des Knotens verwendet, sonst
wird das beste Einzelattribut benutzt.
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